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Stakeholder-Analyse-Vorlage: Beteiligte erkennen und einordnen

Eine Stakeholder-Analyse identifiziert die Beteiligten und ordnet sie nach Einfluss und Interesse. Dieser Leitfaden zeigt, wie die Vorlage aufgebaut ist.

6 Min. LesezeitVon Leutrim Miftaraj
Vorlage zum Übernehmen

Stakeholder-Analyse

Die Matrix ist nicht das Ergebnis. Aus jeder Einordnung muss eine konkrete Massnahme folgen — wer wird wie oft, von wem, in welcher Form einbezogen. Ohne diese Spalte ist die Analyse ein Bild ohne Konsequenz.

Suchfragen für die Identifikation

Die letzte Frage wird selten gestellt und ist eine der aufschlussreichsten.

  • Wer entscheidet über Budget, Ressourcen oder Freigaben?
  • Wer arbeitet nach der Einführung täglich mit dem Ergebnis?
  • Wer betreibt, unterstützt oder wartet es?
  • Wessen Arbeitsweise ändert sich, auch indirekt?
  • Wer liefert etwas zu — Daten, Systeme, Fachwissen?
  • Wer muss aus rechtlichen Gründen einbezogen werden?
  • Wer hat ein Interesse daran, dass das Projekt scheitert?

Analyse

Person / GruppeRolleEinfluss 1–5Betroffenheit 1–5HaltungInteresse / SorgeMassnahmeRhythmus
[Name][Funktion]53unterstützend[Was ihn antreibt]eng einbindenwöchentlich
[Name][Funktion]45skeptisch[Welche Sorge]Einwände aufnehmen, mitgestalten lassenwöchentlich
[Name][Funktion]25neutral[...]regelmässig informierenbei Meilensteinen
[Name][Funktion]41neutral[...]zufriedenstellen, knapp haltenmonatlich

Einordnung

Geringer EinflussHoher Einfluss
Gering betroffenBeobachten — Aufwand minimalZufriedenstellen — informiert halten
Stark betroffenInformieren — regelmässig und ehrlichEng einbinden — mitgestalten lassen

Ausdrücke in eckigen Klammern sind Platzhalter. Die Vorlage ist bewusst als Text gehalten, damit sie sich in jedes Werkzeug einfügen lässt — Word, Confluence, Notion oder ein Projektwerkzeug.

Wofür Sie diese Vorlage brauchen

Eine Stakeholder-Analyse identifiziert alle Beteiligten eines Projekts und ordnet sie nach Einfluss und Interesse ein. Eine Vorlage hilft, niemanden zu übersehen und die richtige Strategie je Gruppe abzuleiten.

Dieser Leitfaden zeigt den Aufbau einer Stakeholder-Analyse mit Matrix. Daraus erstellen Sie eine Vorlage, die die Grundlage für gezielte Kommunikation und Einbindung bildet.

Die Bestandteile

Eine vollständige Stakeholder-Analyse-Vorlage enthält die folgenden Bestandteile:

  • Stakeholder-Name/Gruppe — wer ist beteiligt oder betroffen?
  • Einfluss — wie stark kann die Person das Projekt beeinflussen?
  • Interesse — wie stark ist sie betroffen oder interessiert?
  • Haltung — unterstützend, neutral oder kritisch?
  • Strategie — wie wird mit der Gruppe umgegangen?
Worauf es ankommt

Ein häufiger Fehler ist, nur an den Auftraggeber zu denken — gerade die späteren Anwender und betroffenen Abteilungen sind oft entscheidend für den Erfolg.

Schritt für Schritt

  1. 01
    Stakeholder sammelnListen Sie alle Beteiligten und Betroffenen auf — über das Team hinaus.
  2. 02
    Einfluss und Interesse bewertenOrdnen Sie jeden in die Matrix aus Einfluss und Interesse ein.
  3. 03
    Strategie ableitenBestimmen Sie je nach Position, wie intensiv und wie mit jeder Gruppe umgegangen wird.
  4. 04
    Regelmässig aktualisierenÜberprüfen Sie die Analyse im Projektverlauf, da sich Stakeholder ändern.

Mehr als der Auftraggeber

Die Stakeholder-Analyse ist die Grundlage für das Stakeholder-Management und den Kommunikationsplan: Aus der Einordnung ergibt sich, wer wie intensiv eingebunden und informiert wird.

Häufige Fehler vermeiden

Stakeholder-Analysen scheitern, wenn wichtige Beteiligte übersehen werden, wenn die Analyse einmalig bleibt oder wenn aus ihr keine konkrete Strategie folgt. Halten Sie sie aktuell und leiten Sie konkretes Handeln ab.

Vorlage zum Übernehmen

Stakeholder-Analyse

Übernehmen Sie die Struktur nach Word, Confluence oder Ihr Projektwerkzeug. Streichen Sie, was Sie nicht brauchen — eine Vorlage, die unverändert übernommen wird, erzeugt Felder, die niemand füllt und die spätestens beim zweiten Projekt leer bleiben.

  1. 01

    Person oder Gruppe

    Name beziehungsweise Bezeichnung der Gruppe.

  2. 02

    Rolle im Projektumfeld

    Entscheider, Nutzer, Zulieferer, Betrieb, Aufsicht, extern Betroffene.

    Häufig übersehen: Betrieb, Support, Datenschutz, Revision und nachgelagerte Bereiche.

  3. 03

    Einfluss

    Hoch oder gering — kann diese Gruppe das Projekt fördern oder blockieren?

  4. 04

    Betroffenheit

    Hoch oder gering — ändert sich für diese Gruppe etwas?

  5. 05

    Haltung

    Unterstützend, neutral, skeptisch, ablehnend.

    Subjektiv und trotzdem nützlich: Ein einflussreicher Skeptiker braucht eine andere Behandlung als ein einflussreicher Unterstützer.

  6. 06

    Interessen und Befürchtungen

    Was will diese Gruppe erreichen, was verlieren?

    Widerstand hat fast immer nachvollziehbare Gründe — Verlust von Zuständigkeit, Mehraufwand, entwertete Investitionen.

  7. 07

    Massnahme

    Wer bindet wie oft, in welcher Form ein? Ohne diese Spalte ist die Analyse ein Bild ohne Konsequenz.

  8. 08

    Überprüfung

    Datum der letzten Aktualisierung — an jedem Meilenstein, etwa zehn Minuten.

Häufige Fragen

Was gehört in eine Stakeholder-Analyse?
Für jeden Stakeholder: Name oder Gruppe, Einfluss, Interesse, Haltung und die daraus abgeleitete Strategie für den Umgang.
Wie ordnet man Stakeholder ein?
Üblich ist eine Matrix aus Einfluss und Interesse. Daraus ergibt sich, wie viel Aufmerksamkeit jede Gruppe braucht.
Wozu dient die Stakeholder-Analyse?
Als Grundlage für Stakeholder-Management und Kommunikationsplan. Aus der Einordnung ergibt sich, wer wie intensiv eingebunden und informiert wird.