Warum eine HERMES-Zertifizierung?
Die HERMES-Zertifizierung weist nach, dass jemand die Methode beherrscht. In einem Umfeld, in dem HERMES verbreitet oder teils verbindlich ist — etwa im öffentlichen Sektor der Schweiz —, ist ein solcher Nachweis wertvoll. Er schafft Vertrauen, erleichtert die Zusammenarbeit über Organisationsgrenzen hinweg und ist für manche Rollen eine faktische Voraussetzung.
HERMES bietet zwei Zertifizierungsstufen an: Foundation und Advanced. Sie bauen aufeinander auf und richten sich an unterschiedliche Zielgruppen. Beide lassen sich über einen Kursbesuch oder im Selbststudium vorbereiten, da die gesamte HERMES-Dokumentation frei verfügbar ist.
HERMES Foundation
Die Foundation-Stufe ist der Grundlagen-Nachweis. Sie bestätigt, dass jemand die HERMES-Methodik in ihren Grundzügen versteht: den Aufbau der Standardszenarien, die Module, die Projektorganisation mit ihren Rollen und die grundlegende Terminologie. Sie richtet sich an Projektmitarbeitende, Einsteiger in die Projektleitung, Entscheidungsträger, Auftraggeber und alle, die in HERMES-Projekten mitwirken und die gemeinsame Sprache beherrschen sollen.
Die Foundation-Zertifizierung ist der natürliche Einstieg. Sie vermittelt das gemeinsame Verständnis, das alle Projektbeteiligten teilen sollten — unabhängig von ihrer konkreten Rolle.
HERMES Advanced
Die Advanced-Stufe baut auf der Foundation auf und richtet sich an Projektleitende. Sie geht tiefer und prüft die Fähigkeit, HERMES in der Praxis anzuwenden — also Szenarien anzupassen, Projekte zu strukturieren und durch die Phasen zu führen. Entsprechend ist die Advanced-Prüfung anspruchsvoller und enthält neben Wissensfragen auch praxisbezogene Aufgaben, in denen die Anwendung der Methode auf konkrete Situationen gefragt ist.
Aufbau der Prüfungen
Die Prüfungen sind unterschiedlich aufgebaut. Die Foundation-Prüfung besteht typischerweise aus einer Reihe von Multiple-Choice-Fragen zu den Grundlagen, dem Aufbau der Szenarien, den Modulen und der Projektorganisation. Die Advanced-Prüfung ist umfangreicher und kombiniert Wissensfragen mit praxisbezogenen Aufgaben, die eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Methode verlangen. Da sich die genauen Prüfungsformate über die Zeit ändern können, lohnt sich vor der Anmeldung ein Blick auf die aktuellen Vorgaben der Zertifizierungsstellen.
Vorbereitung und Nutzen
Ein grosser Vorteil von HERMES ist, dass die vollständige Methodendokumentation frei zugänglich ist. Das macht die Vorbereitung sowohl über Kurse als auch im Selbststudium möglich. Kurse bieten den Vorteil strukturierter Vermittlung und Praxisbeispiele, das Selbststudium ist flexibler und günstiger. Unabhängig vom Weg lohnt sich die Zertifizierung für alle, die in der Schweiz im Projektumfeld arbeiten — sie schafft einen anerkannten Kompetenznachweis und vertieft das Verständnis der Methode, das auch im Projektalltag direkt nützt.
Diese Methode lässt sich in einem Projekt-Tool wie Flenio direkt abbilden — DACH-nativ und DSG-konform gehostet.
Häufige Fragen
- Welche HERMES-Zertifizierungen gibt es?
- Zwei Stufen: Foundation (Grundlagen, für Projektmitarbeitende und Einsteiger) und Advanced (vertieft, für Projektleitende). Sie bauen aufeinander auf.
- Für wen eignet sich HERMES Foundation?
- Für Projektmitarbeitende, Einsteiger in die Projektleitung, Entscheidungsträger und Auftraggeber — alle, die in HERMES-Projekten mitwirken und die gemeinsame Methodik und Terminologie beherrschen sollen.
- Kann man sich im Selbststudium auf HERMES vorbereiten?
- Ja. Die vollständige HERMES-Dokumentation ist frei verfügbar, sodass die Vorbereitung sowohl über Kurse als auch im Selbststudium möglich ist.