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HERMES

HERMES-Module: Die Bausteine des Projektablaufs

Module sind die Bausteine, aus denen HERMES-Szenarien zusammengesetzt sind. Sie machen die Methode flexibel und anpassbar. Dieser Leitfaden erklärt, wie Module funktionieren und wozu sie dienen.

6 Min. LesezeitVon Leutrim Miftaraj
Kurz gesagt

Module sind in HERMES die Bausteine der Methode: Jedes Modul bündelt thematisch zusammengehörige Aufgaben, Ergebnisse und Rollen, etwa zur Projektsteuerung, Projektführung oder Beschaffung. Szenarien werden aus Modulen zusammengesetzt, und beim Tailoring werden Module ergänzt oder weggelassen.

Was ein Modul ist

Ein Modul bündelt in HERMES thematisch zusammengehörige Aufgaben und Ergebnisse. Es ist gewissermassen ein Baustein, der einen abgegrenzten inhaltlichen Bereich abdeckt — etwa Beschaffung, Test oder Migration. Szenarien werden aus solchen Modulen zusammengesetzt, und über das Hinzufügen oder Entfernen von Modulen lässt sich ein Szenario an das konkrete Projekt anpassen.

Die Modulstruktur ist der Schlüssel zur Flexibilität von HERMES. Weil ein Projektablauf aus Bausteinen besteht, muss nicht für jedes Vorhaben ein komplett eigener Ablauf definiert werden. Stattdessen kombiniert man die passenden Module. Das macht die Methode zugleich standardisiert und anpassbar — ein Spagat, der HERMES auszeichnet.

Wie Module aufgebaut sind

Jedes Modul enthält die Aufgaben, die in seinem Themenbereich zu erledigen sind, sowie die Ergebnisse, die dabei entstehen. Damit ist innerhalb eines Moduls klar, was getan werden muss und was am Ende vorliegen soll. Die Module sind den Phasen zugeordnet: Sie bestimmen, welche inhaltliche Arbeit in welcher Phase anfällt.

Bausteinprinzip

Das Modulprinzip erlaubt es, einen Projektablauf wie aus Bausteinen zusammenzusetzen. Nur die Module, die ein Projekt wirklich braucht, kommen zum Einsatz — das hält den Ablauf schlank.

Module und Szenarien

Szenarien und Module hängen eng zusammen. Ein Szenario legt fest, welche Module standardmässig zum Einsatz kommen — passend zum jeweiligen Projekttyp. Beim Tailoring wird diese Modulauswahl dann an das konkrete Vorhaben angepasst: Nicht benötigte Module werden entfernt, fehlende ergänzt. So entsteht aus einem Standardszenario ein massgeschneiderter Ablauf, ohne dass die Struktur verloren geht.

Module und Ergebnisse

Ein zentraler Aspekt der Module sind die Ergebnisse, die sie definieren. HERMES ist stark ergebnisorientiert: Statt nur Aktivitäten zu beschreiben, legt die Methode fest, welche konkreten Ergebnisse vorliegen müssen. Die Module bündeln diese Ergebnisse thematisch. Über das Tailoring wird bestimmt, welche Ergebnisse für ein konkretes Projekt tatsächlich erforderlich sind — schlank, aber vollständig genug für die nötige Nachvollziehbarkeit.

Warum das Modulprinzip nützt

Die Modulstruktur macht HERMES skalierbar. Ein kleines Vorhaben kommt mit wenigen Modulen aus, ein grosses, komplexes nutzt mehr. Dadurch lässt sich der Methodenaufwand an die tatsächliche Bedeutung des Projekts anpassen. Zugleich bleibt die Vergleichbarkeit erhalten: Weil alle Projekte aus denselben standardisierten Bausteinen zusammengesetzt sind, sprechen sie eine gemeinsame Sprache — ein grosser Vorteil in Organisationen, die viele Projekte parallel führen.

Beispiele für Module

Die genauen Bezeichnungen und Zuschnitte der Module können sich zwischen Methodenversionen unterscheiden; massgebend ist die aktuelle Version auf dem offiziellen HERMES-Portal. Typische Module decken unter anderem diese Themen ab:

ThemenbereichWofür das Modul steht
ProjektsteuerungAufgaben des Auftraggebers: Freigaben, Entscheide, Steuerung
ProjektführungPlanung, Controlling und Führung durch die Projektleitung
BeschaffungAusschreibung, Evaluation und Vertrag bei Beschaffungsvorhaben
IT-SystemEntwicklung oder Anpassung der Informatiklösung
Informationssicherheit und DatenschutzSchutzbedarf, Massnahmen und Nachweise
TestPlanung und Durchführung der Tests
BetriebVorbereitung und Übergabe an den Betrieb

Module im Tailoring

Beim Tailoring werden Module des gewählten Szenarios ergänzt oder weggelassen. Ein Organisationsprojekt ohne Informatikanteil braucht kein IT-System-Modul, ein Beschaffungsprojekt dagegen zwingend das Beschaffungsmodul. Die Frage lautet jeweils: Trägt dieses Modul zu einem Ergebnis bei, das für einen Entscheid oder für den Betrieb gebraucht wird? Wenn nicht, ist es im konkreten Projekt verzichtbar.

Diese Methode lässt sich in einem Projekt-Tool wie Flenio direkt abbilden — DACH-nativ und DSG-konform gehostet.

Häufige Fragen

Was ist ein Modul in HERMES?
Ein Baustein, der thematisch zusammengehörige Aufgaben und Ergebnisse bündelt — etwa Beschaffung, Test oder Migration. Szenarien werden aus Modulen zusammengesetzt.
Wie hängen Module und Szenarien zusammen?
Ein Szenario legt fest, welche Module standardmässig zum Einsatz kommen. Beim Tailoring wird diese Auswahl an das konkrete Projekt angepasst, indem Module entfernt oder ergänzt werden.
Wozu dient das Modulprinzip?
Es macht HERMES flexibel und skalierbar. Ein Projektablauf wird aus Bausteinen zusammengesetzt, sodass kleine Vorhaben mit wenigen Modulen auskommen und grosse mehr nutzen — bei erhaltener Vergleichbarkeit.
Welche Module gibt es in HERMES?
Module decken Themen wie Projektsteuerung, Projektführung, Beschaffung, IT-System, Informationssicherheit und Datenschutz, Test und Betrieb ab. Die genauen Bezeichnungen richten sich nach der aktuellen Methodenversion.