Ergebnisorientierung als Prinzip
Ein prägendes Merkmal von HERMES ist seine starke Ergebnisorientierung. Statt nur zu beschreiben, welche Aktivitäten durchzuführen sind, legt die Methode fest, welche konkreten Ergebnisse vorliegen müssen. Diese Ergebnisse — Dokumente, Konzepte, Pläne, Lösungen — sind die greifbaren Belege des Projektfortschritts und die Grundlage der Meilenstein-Entscheide.
Dieser Fokus auf Ergebnisse statt nur auf Tätigkeiten ist wertvoll. Er macht klar, woran ein Projekt gemessen wird, und schafft überprüfbare Zielpunkte. An jedem Meilenstein lässt sich fragen: Liegen die geforderten Ergebnisse vor und erfüllen sie die Anforderungen? Diese Klarheit ist ein wesentlicher Grund für die Nachvollziehbarkeit der Methode.
Welche Ergebnisse HERMES kennt
HERMES definiert für seine Module und Phasen eine Vielzahl möglicher Ergebnisse — von der Projektinitialisierung über Konzepte und Pläne bis zu Abnahme- und Einführungsdokumenten. Welche davon in einem konkreten Projekt tatsächlich erstellt werden, bestimmt das Tailoring. Ein kleines Vorhaben braucht nur wenige zentrale Ergebnisse, ein grosses, komplexes deutlich mehr.
Das Tailoring bestimmt, welche Ergebnisse wirklich nötig sind. Ziel ist ein schlanker, aber vollständiger Satz: gerade so viel Dokumentation, wie für Steuerung und Nachvollziehbarkeit gebraucht wird.
Die Rolle der Vorlagen
Ein grosser praktischer Vorteil von HERMES sind die zugehörigen Vorlagen und Hilfsmittel. Für die definierten Ergebnisse stehen Dokumentvorlagen zur Verfügung, die den Einstieg erleichtern und für eine einheitliche Form sorgen. Statt jedes Dokument von Grund auf neu zu erstellen, kann man auf bewährte Strukturen zurückgreifen. Das spart Zeit und senkt die Hürde, gerade für Projektbeteiligte ohne tiefe Methodenerfahrung.
Diese Vorlagen sind frei verfügbar, da HERMES als offener Standard bereitgestellt wird. Sie decken die Standardszenarien und ihre Ergebnisse ab und lassen sich an die Bedürfnisse des konkreten Projekts anpassen.
Ergebnisse und Qualität
Die Ergebnisorientierung von HERMES dient nicht der Dokumentation um ihrer selbst willen, sondern der Qualität und Steuerbarkeit. Jedes Ergebnis hat einen Zweck: Es liefert die Grundlage für eine Entscheidung, hält eine wichtige Vereinbarung fest oder dokumentiert einen Stand, auf den man sich später berufen kann. Wer die Ergebnisse als sinnvolle Arbeitsmittel versteht und nicht als lästige Pflicht, nutzt diese Stärke von HERMES am besten.
Ergebnisse in agilen HERMES-Projekten
Auch wenn innerhalb von HERMES agil umgesetzt wird, bleiben die geforderten Ergebnisse an den Meilensteinen bestehen. Sie bilden die Schnittstelle zwischen der agilen Umsetzung und der HERMES-Steuerung. Das agile Team liefert die nachvollziehbaren Ergebnisse, die HERMES verlangt, organisiert seine Arbeit dorthin aber selbst. So bleibt die Ergebnisorientierung erhalten, ohne die agile Arbeitsweise einzuschränken.
Diese Methode lässt sich in einem Projekt-Tool wie Flenio direkt abbilden — DACH-nativ und DSG-konform gehostet.
Häufige Fragen
- Was bedeutet Ergebnisorientierung bei HERMES?
- HERMES legt fest, welche konkreten Ergebnisse vorliegen müssen, statt nur Aktivitäten zu beschreiben. Diese Ergebnisse sind die Belege des Fortschritts und die Grundlage der Meilenstein-Entscheide.
- Gibt es HERMES-Vorlagen?
- Ja. Für die definierten Ergebnisse stehen frei verfügbare Dokumentvorlagen bereit, da HERMES ein offener Standard ist. Sie erleichtern den Einstieg und sorgen für eine einheitliche Form.
- Welche Ergebnisse braucht ein konkretes Projekt?
- Das bestimmt das Tailoring. Ein kleines Vorhaben braucht nur wenige zentrale Ergebnisse, ein grosses mehr. Ziel ist ein schlanker, aber vollständiger Satz.