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Branche

Projektmanagement in der öffentlichen Verwaltung

Projekte im öffentlichen Sektor verlangen Nachvollziehbarkeit und Governance. Dieser Leitfaden zeigt, warum HERMES hier zentral ist und welche Werkzeuge passen.

7 Min. LesezeitVon Leutrim Miftaraj

Die Ausgangslage

Die öffentliche Verwaltung stellt besondere Anforderungen an das Projektmanagement. Nachvollziehbarkeit, Transparenz und die Einhaltung von Vorgaben stehen im Vordergrund — schliesslich geht es um öffentliche Mittel und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger. Projekte müssen dokumentiert, Entscheidungen begründet und Verantwortlichkeiten klar sein.

In der Schweiz ist hier HERMES die prägende Methode. Als offener Standard der Bundesverwaltung ist HERMES im öffentlichen Sektor weit verbreitet und teils verbindlich. Wer in der Schweizer Verwaltung Projekte führt oder mit ihr zusammenarbeitet, kommt an HERMES kaum vorbei.

Typische Herausforderungen

  • Hohe Governance-Anforderungen — Entscheidungen müssen nachvollziehbar sein.
  • Dokumentationspflicht — Transparenz über öffentliche Mittel.
  • Viele Stakeholder — politische, fachliche und betroffene Stellen.
  • Regulatorik und Recht — Beschaffungsrecht, Datenschutz, Vorgaben.
  • Langfristigkeit — Projekte mit langen Laufzeiten und Wechseln.

Passende Methoden

In der Schweizer Verwaltung ist HERMES die zentrale Methode. Sie liefert den nötigen Steuerungsrahmen mit Phasen, Meilensteinen, klaren Rollen und definierten Ergebnissen — genau das, was Nachvollziehbarkeit verlangt. Wichtig ist, dass HERMES agile Umsetzung ausdrücklich erlaubt: So lässt sich auch im öffentlichen Sektor flexibel arbeiten, ohne die Governance aufzugeben. Über das Tailoring wird der Methodenumfang an die Projektgrösse angepasst.

Flenio

Flenio bietet Schweizer Datenhaltung und deutschsprachigen Fokus — wichtige Eigenschaften für Projekte im öffentlichen Umfeld, in dem Datenhoheit zählt.

Governance und Agilität verbinden

Ein verbreitetes Missverständnis ist, der öffentliche Sektor könne nur starr und plangetrieben arbeiten. Tatsächlich erlaubt gerade HERMES die Verbindung von Governance und Agilität: Der Steuerungsrahmen sorgt für Nachvollziehbarkeit, während innerhalb der Phasen agil umgesetzt werden kann. So bekommt die Verwaltung beides — die geforderte Transparenz und die Fähigkeit, flexibel und nutzerorientiert zu liefern. Das ist gerade bei digitalen Vorhaben ein grosser Vorteil.

Werkzeuge und Datenhaltung

Im öffentlichen Sektor ist die Datenhaltung von besonderer Bedeutung. Daten sollen oft in der Schweiz oder zumindest in der EU liegen, und Datenschutzanforderungen sind streng. Ein Werkzeug mit Schweizer Datenhaltung und DSG-Konformität ist hier klar im Vorteil gegenüber internationalen Plattformen mit Datenhaltung ausserhalb.

Häufige Fragen

Welche Methode nutzt die öffentliche Verwaltung in der Schweiz?
Vor allem HERMES, den offenen Standard der Bundesverwaltung. Er ist im öffentlichen Sektor weit verbreitet und teils verbindlich und liefert den nötigen Governance-Rahmen.
Kann man im öffentlichen Sektor agil arbeiten?
Ja. HERMES erlaubt agile Umsetzung ausdrücklich. Der Steuerungsrahmen sorgt für Nachvollziehbarkeit, während innerhalb der Phasen agil gearbeitet werden kann.
Worauf kommt es bei Werkzeugen im öffentlichen Sektor an?
Besonders auf die Datenhaltung. Daten sollen oft in der Schweiz oder EU liegen, und Datenschutzanforderungen sind streng. Ein Werkzeug mit Schweizer Datenhaltung und DSG-Konformität ist im Vorteil.