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Risikoanalyse-Vorlage: Projektrisiken erfassen und bewerten

Eine Risikoanalyse erfasst, bewertet und steuert Projektrisiken. Dieser Leitfaden zeigt, wie eine Risikoanalyse-Vorlage (Risikoregister) aufgebaut ist.

6 Min. LesezeitVon Leutrim Miftaraj

Wofür Sie diese Vorlage brauchen

Eine Risikoanalyse erfasst die Risiken eines Projekts, bewertet sie nach Wahrscheinlichkeit und Auswirkung und ordnet ihnen Massnahmen zu. Eine Vorlage in Form eines Risikoregisters macht diesen Prozess strukturiert und nachvollziehbar.

Dieser Leitfaden zeigt den Aufbau eines Risikoregisters. Daraus erstellen Sie eine Vorlage, die Sie über das ganze Projekt hinweg pflegen — denn Risiken verändern sich.

Die Bestandteile

Eine vollständige Risikoanalyse-Vorlage enthält die folgenden Bestandteile:

  • Risiko-Beschreibung — was könnte passieren?
  • Wahrscheinlichkeit — wie wahrscheinlich tritt es ein?
  • Auswirkung — wie gross wäre der Schaden?
  • Priorität — aus Wahrscheinlichkeit und Auswirkung.
  • Strategie — vermeiden, vermindern, übertragen oder akzeptieren.
  • Massnahme, Verantwortlicher, Termin — was wird getan, von wem, bis wann?
Worauf es ankommt

Jede Risikomassnahme braucht eine verantwortliche Person und einen Termin — ohne diese beiden Angaben bleibt sie ein guter Vorsatz ohne Wirkung.

Schritt für Schritt

  1. 01
    Risiken sammelnTragen Sie alle erkennbaren Risiken in das Register ein.
  2. 02
    BewertenSchätzen Sie für jedes Risiko Wahrscheinlichkeit und Auswirkung.
  3. 03
    Strategie wählenLegen Sie fest, wie mit jedem relevanten Risiko umgegangen wird.
  4. 04
    Massnahmen zuweisenBestimmen Sie konkrete Massnahmen mit Verantwortlichem und Termin.

Verantwortung zuweisen

Das Risikoregister ist kein einmaliges Dokument. Risiken verändern sich, neue tauchen auf — überprüfen Sie das Register regelmässig, etwa als festen Punkt in Statusbesprechungen.

Häufige Fehler vermeiden

Risikoanalysen scheitern, wenn das Register einmal erstellt und dann vergessen wird, wenn Massnahmen ohne Verantwortliche bleiben oder wenn nur Gefahren statt auch Chancen betrachtet werden. Halten Sie das Register lebendig.

Häufige Fragen

Was gehört in eine Risikoanalyse?
Für jedes Risiko: Beschreibung, Wahrscheinlichkeit, Auswirkung, daraus die Priorität, eine Strategie sowie konkrete Massnahmen mit Verantwortlichem und Termin.
Wie bewertet man Risiken?
Über die Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung. Daraus ergibt sich die Priorität, oft dargestellt in einer Risikomatrix.
Wie oft pflegt man das Risikoregister?
Regelmässig, idealerweise als fester Punkt in Statusbesprechungen. Risiken verändern sich, neue tauchen auf.