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Vorlage

Lastenheft-Vorlage: Anforderungen aus Auftraggebersicht festhalten

Das Lastenheft beschreibt, was ein Auftraggeber braucht. Dieser Leitfaden zeigt den Aufbau einer Lastenheft-Vorlage und welche Inhalte in jeden Abschnitt gehören.

6 Min. LesezeitVon Leutrim Miftaraj

Wofür Sie diese Vorlage brauchen

Das Lastenheft beschreibt aus Sicht des Auftraggebers, was eine Lösung leisten soll. Eine gute Vorlage hilft, alle Anforderungen vollständig und klar festzuhalten, ohne bereits Lösungen vorzugeben.

Dieser Leitfaden zeigt den Aufbau eines vollständigen Lastenhefts. Daraus erstellen Sie Ihre eigene Vorlage — wichtig ist, das Was zu beschreiben und das Wie der Umsetzung dem späteren Pflichtenheft zu überlassen.

Die Bestandteile

Eine vollständige Lastenheft-Vorlage enthält die folgenden Bestandteile:

  • Ausgangslage und Ziele — warum wird etwas gebraucht?
  • Funktionale Anforderungen — was die Lösung leisten muss.
  • Nichtfunktionale Anforderungen — Qualitätsanforderungen wie Leistung und Sicherheit.
  • Rahmenbedingungen — Budget, Termine, Vorgaben.
  • Abgrenzung — was ausdrücklich nicht gefordert ist.
Worauf es ankommt

Ein gutes Lastenheft beschreibt Anforderungen und Ziele, nicht bereits die Lösung — wer im Lastenheft schon technische Lösungen vorgibt, verschenkt die Chance auf bessere Wege.

Schritt für Schritt ausfüllen

  1. 01
    Bedarf beschreibenHalten Sie fest, welches Problem gelöst werden soll und welche Ziele verfolgt werden.
  2. 02
    Anforderungen sammelnListen Sie die funktionalen und nichtfunktionalen Anforderungen vollständig auf.
  3. 03
    Lösungsneutral bleibenBeschreiben Sie das Was, nicht das Wie — geben Sie keine technische Lösung vor.
  4. 04
    Rahmen absteckenTragen Sie Budget, Termine und Rahmenbedingungen ein.

Das Was, nicht das Wie

Das Lastenheft kommt zuerst und ist die Grundlage für das Pflichtenheft, mit dem der Auftragnehmer beschreibt, wie er die Anforderungen umsetzt. Eine klare Trennung beider Dokumente sorgt für eindeutige Verantwortlichkeiten.

Häufige Fehler vermeiden

Lastenhefte scheitern oft an Unvollständigkeit oder daran, dass sie bereits Lösungen vorwegnehmen. Wichtig ist, alle wesentlichen Anforderungen zu erfassen, sie prüfbar zu formulieren und lösungsneutral zu bleiben, damit der Auftragnehmer den besten Umsetzungsweg vorschlagen kann.

Häufige Fragen

Was gehört in ein Lastenheft?
Ausgangslage und Ziele, funktionale und nichtfunktionale Anforderungen, Rahmenbedingungen wie Budget und Termine sowie eine Abgrenzung dessen, was nicht gefordert ist.
Soll das Lastenheft Lösungen vorgeben?
Nein. Ein gutes Lastenheft beschreibt das Was, nicht das Wie. So bleibt Raum für den besten Umsetzungsweg, den der Auftragnehmer im Pflichtenheft beschreibt.
Wer erstellt das Lastenheft?
Der Auftraggeber. Es beschreibt aus seiner Sicht, was gebraucht wird, und ist die Grundlage für das Pflichtenheft des Auftragnehmers.