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Vergleich

Agil oder klassisch: Wann ist welcher Ansatz richtig?

Die Frage ist nicht, ob agil oder klassisch besser ist, sondern wann welcher passt. Dieser Leitfaden gibt konkrete Entscheidungshilfen anhand der Merkmale Ihres Projekts.

7 Min. LesezeitVon Leutrim Miftaraj

Die falsche und die richtige Frage

Die Debatte „agil oder klassisch“ wird oft so geführt, als gäbe es einen generellen Sieger. Das ist die falsche Frage. Die richtige lautet: Wann passt welcher Ansatz? Beide haben ihre Berechtigung, und die Kunst besteht darin, die eigene Situation ehrlich einzuschätzen und danach zu entscheiden — nicht nach Mode oder Überzeugung.

Dieser Leitfaden gibt konkrete Entscheidungshilfen. Statt abstrakt über Philosophien zu reden, schaut er auf die Merkmale, die wirklich den Ausschlag geben: Wie stabil sind die Anforderungen? Wie viel Unsicherheit besteht? Was wird an Nachvollziehbarkeit verlangt?

Entscheidende Merkmale

MerkmalEher klassischEher agil
AnforderungenFrüh klar, stabilUnklar, veränderlich
UnsicherheitGeringHoch
NachvollziehbarkeitStark gefordertWeniger gefordert
ErgebnisSpät akzeptabelFrüh erwünscht
UmfeldStabil, reguliertDynamisch, innovativ

Wann klassisch die richtige Wahl ist

Wählen Sie ein klassisches, plangetriebenes Vorgehen, wenn die Anforderungen früh klar und stabil sind, die Unsicherheit gering ist und Nachvollziehbarkeit stark gefordert wird. Typische Fälle sind Bauprojekte, regulatorisch festgelegte Vorhaben, klar spezifizierte Beschaffungen und Projekte im öffentlichen Sektor, wo Dokumentation und Governance zählen.

Wann agil die richtige Wahl ist

Wählen Sie ein agiles Vorgehen, wenn die Anforderungen unklar oder veränderlich sind, viel Unsicherheit besteht und früher, regelmässiger Fortschritt wichtig ist. Typische Fälle sind Produktentwicklung, innovative Vorhaben und Projekte in dynamischen Märkten, bei denen sich der echte Bedarf erst im Tun zeigt.

Werkzeug

Der Methoden-Finder ordnet Ihr konkretes Vorhaben anhand weniger Fragen zwischen klassisch, agil und hybrid ein — eine gute erste Orientierung.

Und wenn beides zutrifft?

Oft hat ein Projekt sowohl stabile als auch unsichere Anteile. Dann ist ein hybrider Ansatz die Antwort: ein plangetriebener Rahmen für das Planbare, agile Umsetzung für das Unsichere. Gerade in der Schweiz, wo HERMES diesen Rahmen liefert und agile Umsetzung ausdrücklich erlaubt, ist diese Kombination häufig die realistischste Wahl. Die ehrliche Analyse der Projektmerkmale zeigt, wo welcher Anteil überwiegt.

Häufige Fragen

Wann sollte man agil arbeiten?
Wenn die Anforderungen unklar oder veränderlich sind, viel Unsicherheit besteht und früher, regelmässiger Fortschritt wichtig ist — etwa bei Produktentwicklung oder innovativen Vorhaben.
Wann ist klassisches Vorgehen besser?
Wenn die Anforderungen früh klar und stabil sind, die Unsicherheit gering ist und Nachvollziehbarkeit stark gefordert wird — etwa bei Bauprojekten oder im öffentlichen Sektor.
Was, wenn ein Projekt beide Merkmale hat?
Dann ist ein hybrider Ansatz die Antwort: ein plangetriebener Rahmen für das Planbare, agile Umsetzung für das Unsichere. In der Schweiz liefert HERMES diesen Rahmen.